Der Farrenwiesschacht bei Justingen (Kat.-Nr. 7524/121)

Entdeckt wurde der Farrenwiesschacht im Dezember 2014 als klassisches Karstphänomen. Ein Jäger war in einer Wiese mit einem Fuß eingebrochen, das etwa 30x15cm große Loch in der Form eines Schuhs sah anfangs noch nicht sehr erfolgversprechend aus.
Schon bald wurde die noch kleine Höhle von den Jugendlichen der Höhlen-AG besucht und inspiziert.

Erste Befahrungen des Schachtes zeigten, dass es sich wahrscheinlich um ein interessantes Objekt handelt. Schon zu diesem Zeitpunkt war eine deutliche Bewetterung feststellbar. Und wo Luft herkommt, ist normalerweise eine größere Höhle dahinter.

Ende Oktober 2015 wurde der Schachtmund manuell erweitert. Zuerst wurde ein Dreibein aufgestellt, um das Seil zum Ab-und Aufsteigen besser befestigen zu können und um Material über eine Umlenkrolle in den Schacht zu befördern. Im Schacht auf dem ersten Absatz wurde ein Mäuerchen errichtet und Lehm, der bei der Erweiterung herabfiel mittels Dielen hinter das Mäuerchen gelenkt.

Im Dezember 2015 wurde der unten beginnende Gang, aus dem ein starker Luftzug kommt, mit einer Holzkonstruktion verschlossen, damit ein Bagger den Eingang nochmals erweitern konnte, ohne dass Lehm in den Höhlengang fiel.

Um den Schacht für zukünftige Forschungen zu erhalten, waren umfangreiche Ausbau- und Sicherungsmaßnahmen notwendig.
Bei dem Einbau eines Rohres in den oberen Schachtteil während des Jahres 2017 wurde auf die Erfahrungen und Material des gerade fertiggestellten Schachtes III der Vetterhöhle zurückgegriffen. So entstand eine massive Eingangssicherung mit Betonplatte und Deckel.
Da inzwischen die Jugendgruppe der Höhlen-AG die Aktivitäten übernommen hatte, wurde durch kontinuierliche Verbesserungen für komfortables Arbeiten ein Dreibein mit elektrisch angetriebener und wettergeschützter Winde sowie ein Bauwagen installiert.

[Stand: Dez. 2017]