Steebschacht: Neues aus Poseidons Reich

In den vergangenen Monaten haben wir die Erforschung von Poseidons Reich weiter voran getrieben. Den neuesten bekannten Teil des Steebschachts erreicht man nur durch Tauchen. Von der Plattform in Absentia aus kommt man nach 60m an den Siphon No Limits. Hinter dem Siphon erreicht man nach einer Schwimmstrecke in tiefem Wasser die Kreuzhalle, die erste große Halle.

Dahinter setzt sich die Höhle sehr abwechslungsreich fort: Auf seichte Bereiche, die durch breite Lehmbänke begrenzt sind, folgen wieder dynamische Abschnitte mit Stromschnellen.

Um bei der Bewegung flussaufwärts Kräfte zu sparen, wurden an einigen Stellen bereits Traversen eingerichtet.

Nach einigen hundert Metern kommt man wieder in ruhigere Gewässer. Von einen See aus kann man in eine kleinere Kammer schwimmen. Da es sonst keine Fortsetzungen gibt, wird hier ein zweiter Siphon vermutet.

Die Vermessung von Poseidons Reich wurde bereits begonnen, gestaltet sich durch die Komplexität und Dimension der Höhle aber als aufwändig. 

 

22.02.2025: Steebschacht: Poseidons Reich – Es geht weiter!

In den letzten Monaten gab es einige Vorstöße im Steebschacht, um den Teil hinter dem westlichen Siphon zu erforschen. Insgesamt wurden in Poseidons Reich etwa 440m Ganglänge befahren.
Im Januar fand die erste Tour des Jahres statt. Da der Wasserstand erhöht war – 1m im Vergleich zu sonst 0,5m in Absentia – waren die Bedingungen leicht erschwert. Trotzdem war es noch problemlos möglich, den Siphon zu durchtauchen. Dahinter war das Vorankommen aufgrund der starken Strömung zwar sehr mühsam, aber voller fantastischer Eindrücke. Die Höhle geht großräumig weiter, stellenweise wird der Tunnel breiter und höher als Absentia. Dann gibt es wieder Bereiche, in denen sich der Gang zu einer schmalen Schlucht verengt. Es gibt einige Klüfte, die seitlich weg und nach oben führen. Man sieht an einigen Stellen große Tropfsteine, die allerdings alle verlehmt sind. Während man sich in der Nähe des Siphons noch auf Lehmbänken am Ufer bewegt, geht man weiter hinten nur noch auf schroffen Felskanten, oder kämpft sich im Wasser durch die Strömung voran.


Aus zeitlichen Gründen wurde auf offener Strecke umgekehrt. Der momentane Endpunkt liegt an einer markanten Stelle, dem Hirschberg. Hier hat das Wasser bizarre Formen ausgewaschen. Je nach Blickwinkel sieht das Ganze aus wie eine Sammlung von Geweihen, die man auf einem Hügel arrangiert hat.

In einer weiteren Tour wurde mit der Vermessung begonnen. Außerdem wurden erste Arbeiten an einer Traverse erledigt, um das Fortkommen bei starker Strömung zu erleichtern.