01.01.2018 Höhlenverein Blaubeuren gewinnt den Umweltpreis 2017 des Alb-Donau-Kreises

Bei der Preisverleihung des Umweltpreises 2017 des Alb-Donau-Kreises durfte am 7.12.2017 der erste Vorsitzende des Höhlenvereins Blaubeuren, Markus Boldt, den ersten Preis entgegennehmen.
Mit seiner Jugendgruppe hat sich der Höhlenverein Blaubeuren zum Ziel gesetzt, Höhlen nicht nur zu erleben, sondern sie auch als Geotop und Biotop zu schützen und zu erforschen. "Damit leistet er einen wertvollen Beitrag zum Umwelt- und Naturschutz", wurde die Arbeit des HvB am Donnerstag während der Preisverleihung in Ulm beschrieben. Gewürdigt wurden die Dokumentation der Erkundungsarbeiten am Farrenwiesschacht bei Justingen, an der Vetterhöhle bei Blaubeuren und der Bärentalhöhle bei Hütten in den vergangenen Jahren.

Vorallem für die Jugendgruppe des HvB ist dies ein großer Erfolg und trägt sicher zur Motivation für zukünftige Aktionen bei.
Dieser seit 1990 zum dreizehnten mal vom Alb-Donau-Kreis vergebene Preis würdigt vorallem Aktivitäten im Natur- und Landschaftsschutzbereich.

Ein Bericht der SÜDWEST PRESSE erschien hier im Internet.

02.05.2018: Langes Wochenende im Steebschacht

Die ersten Forschungstage sind nun gelaufen. Yvonne Bleher, Daniel Geil, Thomas Boldt, Dr. Axel Nothard und Klaus Sontheimer vom HvB sowie Tobias Böttcher (Höhlenrettung BW) haben in den letzten Tagen die ersten „richtigen“ Schritte ins Neuland getan. Nach der bisherigen Vermessung (es wurde bisher nur der Hauptschacht vermessen) ist der Steebschacht nun 149m tief. Das ist rekordverdächtig, allerdings muss sich das noch bestätigen, wenn wir wenigstens einmal die aktuellen maximalen Tiefen der Höhlen um den Steebschacht herum gesagt bekämen. Die Länge der Höhle ist bisher auf knapp 270m angewachsen. Es gibt eine Menge Fragezeichen, die nun Stück für Stück „abgearbeitet“ werden. Gleichzeitig wird der Plan hier auf der Homepage dann auch jeweils aktualisiert.
Das Ganze ist wegen der Tiefe eine ziemlich anstrengende Sache und deshalb wird es sicherlich eine ganze Weile dauern, bis es fundierte Neuigkeiten gibt.

     Yvonne Bleher beim Aufstieg in etwa 125m Tiefe (Foto: Thomas Boldt)

23.04.2018 Vortrag von Bernhard Bidmon: Abenteuer am Limit

Auf dem Monatstreff am Samstag, den 21.04.2018 nahm uns Bernhatd Bidmon wieder einmal mit auf eine seiner Reisen in die Hochgebirge der Welt.
Als passionierter Expeditionsbregsteiger hatte er diesmal viele Bilder und noch mehr Informationen über das Pamir-Gebirge in Kirgistan dabei.

Das Vorhaben, dort den 7134m hohen Pik Lenin zu besteigen führte die Gruppe zwar nicht bis zum Gipfel, man verstand aber, dass sehr wohl auch der Weg das Ziel sein kann.

18. + 19.01. 2018: Der HvB bei der CMT-Touristikmesse und beim Neujahrsempfang des Ministerpräsidenten in Stuttgart

Während der CMT (Caravan, Motor und Touristik) in Stuttgart hatte auch der HvB Gelegenheit in Zusammenarbeit mit dem Touristikverband Schwäbische Alb die Arbeit der Höhlenforscher vorzustellen. Deshalb war Petra Boldt in ihrer Eigenschaft als Vorsitzende des LKH (Landesverband für Höhlen- und Karstforschung in BW) vor Ort. Unterstützt wurde sie vom Vorsitzenden des HvB. Zur Präsentation wurde neben dem Board des Geoparks ein kleiner Aktionstisch aufgestellt, wo sich die Besucher Broschüren und Flyer kostenlos mitnehmen konnten. Beide waren in (sauberen) Höhlenklamotten gekleidet und dadurch natürlich ein wenig auffällig. Das führte zu viel Interesse, welches in vielen Gesprächen mündete. Auch die Zusammenarbeit mit Iris Bohnacker, Vertreterin des Geoparks, hat viel Spaß gemacht.

Am darauffolgenden Abend waren wir als Vertreter der Schwäbischen Höhlenforschung zum Neujahrempfang des Ministerpräsidenten Winfried Kretschmann eingeladen. Wir sind sicher, die Höhlenforscher auch hier dem Anlass entsprechend würdevoll vertreten zu haben.


  Petra und Markus Boldt auf der CMT


  ... und vertretend am Board des Geoparks

 


  Beim Neujahrsempfang (Petra Boldt,
  Barbara Rüd, Hans Martin Luz,
  Elmar Daubenschütz - vlnr)


  In der tollen Neujahrtorte, die in ihrer
  Kontur den geografischen Grenzen
  Baden-Württembergs nachempfunden
  war, „versteckte“ sich eine Schwarzwälder
  Kirschtorte –mmhh

 

23.04.2018: Wochenende am Steebschacht

Samstag den 21.04.2018 war eine Gruppe von 5 Personen am Steebschacht, um die Grabung fortzuführen. Nach Verzögerungen in letzter Zeit, wie zum Beispiel einer defekte Winde und den notwendigen Ausbaumaßnahmen im neuen Bauwagen, war nun alles wieder neu besorgt und repariert. Einem klassischen Grabungswochenende stand nichts mehr im Weg.
Graben und verfüllen eines Verbaues stand auf dem Programm.
Daniel war an der tiefsten Stelle am arbeiten.
Zitat:"Du steckst ein Brecheisen in den Boden und willst eigentlich nur einen Stein heraus hebeln. Der Stein bewegt sich, nur Sekunden später macht es klack klack. Aber unter Dir!"
Ab sofort war Anseilen bei allen angesagt, denn im nu war ein etwa 6m tiefer Schacht geöffnet.
Alle waren begeistert, aber da die Zeit schon etwas aus dem Ruder gelaufen war, wurde die Aktion beendet.

Weiter ging es am Sonntag (22.04.2018).
Da gerade verfügbar, wurde noch ein 60m-Seil mitgenommen; nur zur Vorsicht, eigentlich braucht man keine längeren Seile.
Klassisches Graben fiel aus, erst sollte einmal der neu eingebrochene Schacht geöffnet werden. Stück für Stück und Stufe für Stufe wurde der durch Steine versperrte Weg geräumt und gesichert.
Noch ein kleiner Versturz wurde geknackt und dann war da so ein Loch...
Klar schmeißt man erst mal einen Stein hinein und der fiel tief. Sehr tief!
Nachdem alle Absätze mit losen Steinen abgeräumt waren, konnte Daniel sich bis zum Endknoten in einem geräumigen Schacht abseilen. Bei einer Tiefe von etwa 110m waren es noch etwa 20m bis zum Boden. In einer großräumigen Halle war plätscherndes Wasser zu hören, aber das Seil war zuende und die Zeit schon weit fortgeschritten.
Umkehren auf offener Strecke nennt man so etwas.
Da der Karstwasserspiegel etwa bei 140m liegt, sind wir "drin".

Die Begeisterung war natürlich kaum zu bremsen, eine Verdoppelung der befahrenen Tiefe in ein paar Stunden ist ein grandioser Erfolg. Nach nun fast genau 10 Jahren Verbau-, Sanierungs- und Grabungsarbeit umso mehr.

Nicht vergessen darf man an so einem erfolgreichen Tag alle Helfer, welche durch teilweise schwere Arbeit diesen Erfolg möglich gemacht haben, Vielen, vielen Dank!

Fortsetzung folgt.